Invader

Der 1969 geborene französische Künstler Invader, auch bekannt unter dem Pseudonym „Unidentified Free Artist“, hat die Street Art durch seine unverwechselbaren Mosaikarbeiten revolutioniert. Inspiriert von der 8-Bit-Ästhetik der Videospiele der 1970er und 80er Jahre, begann er Ende der 1990er Jahre, Städte weltweit mit seinen pixelartigen Wandbildern zu „erobern“. Seine Werke bestehen aus wetterfesten Keramikfliesen, die er in akribischer Arbeit an Mauern, Brücken und kulturell bedeutsamen Orten wie dem Hollywood-Sign in Los Angeles installiert.

Invaders Schaffen, das er als weltweite „Invasion“ beschreibt, umfasst mittlerweile fast 4.000 Arbeiten in über 80 Städten, darunter auch München. Dabei überschreitet er konsequent Grenzen: Seine Mosaike finden sich nicht nur im urbanen Raum, sondern auch auf dem Meeresboden in Mexiko oder 35 Kilometer hoch in der Stratosphäre. Seit 2015 befindet sich sogar eines seiner Pixel-Mosaike an Bord der Internationalen Weltraumstation ISS. Neben der klassischen Fliesenkunst entwickelte er den „Rubikcubism“, bei dem er aus Zauberwürfeln (Rubiks) komplexe Bilder und Nachbildungen ikonischer Kunstwerke erschafft, wie etwa das Motiv „Rubik Shot Red Marilyn“. Zudem experimentiert er mit LED-Leuchten für Werke wie „Moon“, um die invasive Natur moderner Werbung im städtischen Umfeld zu hinterfragen. Durch Kurzfilme wie „Art4Space“ und seine Mitwirkung im Dokumentarfilm „Exit Through the Gift Shop“ festigte er seinen Status als globale Street-Art-Legende.

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