Brendan Fagan, der unter dem Pseudonym seiner Mutter Judith Supine auftritt, ist ein in New York lebender Künstler, der für seine surrealen und oft grotesken Collagen bekannt ist. Seine Arbeiten basieren auf einer einzigartigen Mischung aus vorgefundenen Materialien wie alten Zeitschriften, Büchern und weggeworfenen Papieren, die er zu neuen, verstörenden Kompositionen arrangiert. Dabei setzt er sich kritisch mit der dunklen Seite der modernen Werbung auseinander und verbindet Elemente der Nachahmung mit einer düsteren, surrealistischen Ästhetik.
Der künstlerische Prozess von Supine ist ebenso methodisch wie unkonventionell. Zunächst fertigt er Collagen im kleinen Format an, die anschließend digital vergrößert und in Schwarz-Weiß ausgedruckt werden. Im Studio koloriert er diese Drucke mit Acrylfarben, wobei er häufig neongrelle Akzente gegen tiefschwarze Hintergründe setzt. Ein markantes Merkmal seiner Werke ist die abschließende Lackschicht, die der Oberfläche einen glänzenden Charakter verleiht. Thematisch erforscht er oft Grenzbereiche wie Tod und Fetischismus durch die Darstellung verzerrter Gesichter und hybrider Figuren.
Über die Galerieszene hinaus erlangte Supine große Aufmerksamkeit durch kühne urbane Interventionen in New York City. Eines seiner spektakulärsten Projekte war im Jahr 2007 die Installation eines 50 Fuß langen Kunstwerks, das er illegal von der Manhattan Bridge hängte und damit die Skyline der Metropole prägte. Seine Arbeiten wurden international in renommierten Galerien wie der Jonathan LeVine Gallery in New York oder der Circle Culture Gallery in Berlin ausgestellt. Als zurückgezogener Beobachter der zeitgenössischen Gesellschaft hat sich Judith Supine als feste und provokante Größe in der Urban-Art-Szene etabliert.