Frank Auerbach

Frank Auerbach (1931–2024) war ein bedeutender britischer Nachkriegsmaler, der als jüdischer Flüchtling aus Berlin nach England kam. Als Kernmitglied der „London School“ prägte er die figurative Malerei des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Charakteristisch für sein Schaffen ist ein extrem kräftiger, pastoser Farbauftrag, den er während seines Studiums am Royal College of Art entwickelte. Er widmete sich bevorzugt Motiven aus seinem unmittelbaren Umfeld, darunter städtische Landschaften in der Nähe seines Londoner Studios sowie Porträts von ihm vertrauten Personen.

Auerbachs Arbeitsweise ist von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Intensität geprägt, wobei er die Abstraktion seiner Figuren teilweise bis an die Grenze des Erkennbaren treibt. Für sein Werk wurde er international hoch geehrt; so erhielt er 1986 gemeinsam mit Sigmar Polke den Goldenen Löwen auf der Biennale von Venedig. Seine Bedeutung wird durch große Retrospektiven in weltweit führenden Institutionen wie der Tate Britain und dem Rijksmuseum unterstrichen. Auerbach gilt als einer der produktivsten Maler seiner Generation, der durch seinen unverwechselbaren Stil die Ausdrucksmöglichkeiten der Ölfarbe bis an ihre Grenzen ausschöpfte.

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