Damien Hirst, 1965 in Bristol geboren, ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart und Leitfigur der „Young British Artists“. Sein Aufstieg begann 1988 mit der von ihm kuratierten Ausstellung „Freeze“, welche die zeitgenössische Kunst neu erfand. In seinem Werk reflektiert Hirst über die komplexen Beziehungen zwischen Schönheit, Religion, Wissenschaft, Leben und Tod. Bekannt ist er für seine provokanten Arbeiten, bei denen er Formaldehyd zur Konservierung biologischer Objekte einsetzt, um die Grenze zwischen Kunst und Naturwissenschaft zu erkunden.
Weitere ikonische Serien umfassen seine „Spot Paintings“, die durch ihre maschinelle Anmutung bestechen, sowie die energiegeladenen „Spin Paintings“, die stets ein zufälliges Element enthalten. Ein Höhepunkt seines Schaffens ist der Diamantenschädel „For the Love of God“, ein mit über 8.000 Diamanten besetzter Platinabguss, der den Wettbewerbscharakter der kapitalistischen Gesellschaft thematisiert. Mit Projekten wie „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“ erschafft Hirst zudem komplexe fiktive Narrative. Seine Werke befinden sich heute in den bedeutendsten Sammlungen weltweit, darunter das MoMA in New York und die Tate in London.