Barry McGee

Barry McGee, 1966 in San Francisco geboren, ist ein einflussreicher Pionier der Urban Art, der seine Karriere 1980 unter dem Pseudonym „Twist“ begann. Er ist eine zentrale Figur der „Mission School“, einer Lowbrow-Kunstrichtung, die Einflüsse aus Volkskunst, Comics und Graffiti der 70er und 80er Jahre verbindet. McGee gilt als einer der ersten Street-Art-Künstler, der den Sprung in die Galerieszene schaffte und dabei die musealen Wände direkt in seine raumgreifenden Installationen einbezog. Er betrachtet seine Kunst als visuelle Kommunikation, die einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden soll.

Seine Arbeit zeichnet sich durch eine vielseitige Materialwahl aus: Neben klassischer Leinwand nutzt er Fundstücke wie weggeworfene Glasflaschen, Sprühdosen und Metall. Ein ikonisches Markenzeichen sind karikaturistisch gezeichnete, melancholische Gesichter, die als soziopolitischer Kommentar zur Situation obdachloser Menschen und zur urbanen Reizüberflutung fungieren. Diese Porträts werden oft mit komplexen geometrischen Farbfeldern und Mustern kombiniert, die von islamischen Ornamenten bis hin zu mexikanischen Murals inspiriert sind. Internationale Bekanntheit erlangte McGee spätestens durch seine Teilnahme an der Biennale in Venedig im Jahr 2001 mit der Installation „The Street Market“.

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